Wie geplant bin ich in Halifax von Bord gegangen um den Weg von Halifax nach Montreal auf dem Land zurückzulegen. Wir hatten uns gedacht, dass es im Nachbarland der ungebrenzten Möglichkeiten ja nicht so schwierig sein kann ein Wohnmobil zu leihen auch wenn man keins reserviert hat. Am 3.6. waren wir dann bei einer sehr netten Touristeninformation um uns zu erkundigen. Wir haben bei drei verschiedenen RV-Vermietern (Recreational Vehicle) anrufen lassen um nach Preisen und Verfügbarkeit zu fragen. Zuerst hieß es, dass das kein Problem sei, man müsse nur die 900$ für den Rücktransport berechnen. Als wir dann buchen wollten hieß es, man könne so kurzfristig keine Oneway-Vermietungen machen. Also entschlossen wir uns mit einem Mietwagen bis Montreal oder Toronto zu fahren, weil meine Schwester am 12. in Toronto mit dem Flieger ankam. Also ging es weiter zur nächsten Autovermietung. Hier waren keine Fahrzeuge mehr vorhanden. Alle anderen Vermieter konnten uns auch keine Autos mehr anbieten. Der Einzige, der noch Autos zur Verfügung hatte berechtet bei einer Oneway-Miete 1$ pro km extra. Allein der Weg nach Montreal wären so 1200$. Die letzte Option blieb dann mit dem Zug nach Toronto zu fahren und sich dort ein RV zu mieten und auch dort wieder abzugeben.
Also buchten wir per Telefon ein 19Fuß-RV und fuhren mit dem Schlafwagen nach Montreal und dann weiter nach Toronto. Hier gibt es sogar WLAN im Zug for free! Da wir erst um 16Uhr am Samstag ankommen würden und der Vermieter dann schon geschlossen hat, haben wir uns noch für zwei Nächte im Sheraton Gateway Hotel eingebucht. Am Sonntag sind wir dann auch gleich in die Stadt gefahren um den CN-Tower (Bild0) und den HAfen von Toronto anzuschauen. Am Montag morgen wurden wir dann vom Vermieter am Hotel abgeholt und bekamen unseren fast nagelneuen RV (Bild1), der erst 6400km runter hatte und bisher auch nur einen Mieter vor uns. Einmal von British Comumbia nach Toronto. Dann ging unsere Reise endlich los. Wir mussten erstmal einkaufen um uns zu Verpflegen. Und wir brauchen ein Ziel.
Nach dem Proviantieren sind wir von Barrie aus weiter am Lake Simcoe um einen geeigneten Parkplatz zu finden. In der Nähe von Shanty Bay haben wir dann ein ruhiges Plätzchen gefunden um die Nacht dort zu verbringen. Dann sind wir weiter nördlich zu dem Algonquin Provincial Park gefahren. Dort führt nur der Highway 60 durch den südlichen Teil des Parks an dem einige sehr schöne Campingplätze liegen. Die Plätze haben wenig mit denen in Deutschland zu tun. Die Parzellen liegen immer etwas weiter auseinander und sind meistens durhc Bäume und Büsche getrennt. Die Toiletten und Duschen waren erstaunlich sauber und das Wasser fast zu heiß. Die Plätze waern auch meist direkt an Seen angelegt. Einen Eindruck davon vermitteln die Bilder: Bild2 (CanisBay), Bild3&4 (Rock Lake). Der Algonquin Park hätte noch viel mehr auf seinen über 7000km² zu bieten gehabt, aber wir mussten ja zurück nach Toronto um meine Schwester abzuholen.
Auf dem Rückweg waren wir noch in einem anderen Provincial Park, da wir so gute Erfahrungen damit gemacht hatten. Diesmal wurden wir aber etwas enttäuscht, aber wohl nur weil wir vorher direkt an den Seen gestanden hatten und die Parks auch sehr leer waren. Dazu kam auch noch, dass es in dem Mara Park nachts ein Gewitter mit starkem Regen gab.
Am 12. kamen wir dann pünktlich am Toronto Intl. Airport an um meine Schwester abzuholen. Dort ist mir auch wieder was sehr pranktisches aufgefallen. Im Ankunfts-/Abflugbereich darf überhaupt nicht geparkt werden, stattdessen gibt es einen Parkplatz, der keine 5 Min. entfernt ist, auf dem man in Rufbereitschaft parken kann. Dort standen wir nun 2 Std. Vor der Ankunft und haben erstmal Kaffee getrunken.
Die weitere Reise ging dann in den Süden Ontarios. Das Ziel waren die Niagara Fälle. Zuerst sind wir aber zu der Halbinsel Long Point in den Provincial Park gefahren, da man die Fälle am Wochenende meiden sollte. Dasselbe galt aber auch für den Park. Denn viele waren übers WE in den Park zum Campen gefahren. Die Ruhe, die wir von den anderen Parks gewohnt waren, fehlte hier. Dafür gab es einen wunderschönen Sandstrand am Eriesee. Hier blieben wir zwei Nächte und waren jeden Morgen schon vor dem Aufstehen schwimmen.
Am Montag ging es dann weiter an der Küste vom Eriesee entlang zum Rock Point Pakr. Dieser auch direkt am Eriesee gelegene Park war viel schöner, grüner und ruhiger als der vorherige, sodass wir nicht nur eine Nacht dort blieben, sondern noch eine weitere dranhingen. Mittwoch Morgen brachen wir dann auf zu den Niagara Fällen. Die Wegweiser brachten uns direkt zu dem großen Parkplatz des Skylon Towers. Dort konnte man für 5$ den ganzen Tag parken. Das war wie wir später herausbekamen ein sehr guter Preis. Näher an den Fällen musste man schon 13$ für drei Stunden bezahlen. Nachdem wir den Parkschein hatten, war uns auch schon klar, wo wir die Nacht verbringen würden. Da der Parkschein bis 11Uhr am nächsten Morgen gültig war und wir auch kein Schild fanden, dass campen verbot, blieben wir ganz in der Nähe der Fälle und kannte so sehr spontan entscheide, was wir alles anschauen wollten. So entstand zuerst Bild5 nachdem wir einen Regenschauer abgewartet hatten. Nach einer Mittagsruhe und einem Eis im RV gingen wir dann den “Journey behind the Falls”. Hier kann man am Fuße der Fälle durch einen Tunnel hinter den Fällen entlanggehen. Leider gab es nur zwei zugänge zum Wasserfall, der Rest des Journeys war ein einem Tunnel. Bild 6 entstand nach dem Journey auf der Platform am Fuß der Fälle.
Nach dem Abendessen, das wie meistens aus Steak mit Tomatensalat bestand, sind wir dann nochmal zu den Wasserfällen unm sie beleuchtet zu bewundern. Auf Bild 7 kann man die Xenonscheinwerfer mit bunten Lichtern sehen, die die beiden Fälle (die Amerika- und die Hufeisenfälle) anstrahlen. Die Bilder 8&9 sind HighDynamicRange (HDR) Bilder, die aus jeweils drei Aufnahmen zusammengesetzt sind entstanden. Sie zeigen die Fälle, als sie mit weißem Licht angestrahlt wurden. Die bunten Fälle waren mir einfach zu kitschig. Am DOnnerstag morgen sind wir dann dem Niagarariver weiter Richtung Ontariosee gefolgt. Die letzte Niagarafall-Attraktion war dann das AeroCar, dass über den Whirlpool fährt. Auf Bild 10 kann man den Whirpool sehen, der Niagarariver gespeist wird. Über dem Pool kann man auch dir Drahtseile sehen, an dem das AeroCar hängt. In der Nähe der Mündung des Niagararivers liegt das Städtchen Niagara-on-the-Lake, das in der Zeit des Kolonialismus stehengeblieben zu sein scheint. Dort haben wir das Fort George besichtigt, dass im Stil eines Museumsdorfes geführt wird. Es gibt verschiedene Vor- und Führungen. Bild 11 zeigt z.B. einen Soldat, der uns ein Vorderlader erst erklärt hat und dann vorführt.
Von dort sind wir weiter Richtung Oakville gefahren. In der Nähe haben wir die Nacht wieder in einem Provincial Pakr verbracht. Von dort ging es heute Morgen dann zum Bahnhof nach Oakville. Dort bin ich dann eingestiegen um nach Montreal zum Schiff zurückzufahren. Vorraussichtlich komme ich um 17.10Uhr in Montreal an.
Bis denn,
Andreas
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Verfasst von andreasbeyer